Worum es geht
Der größte Genossenschaftsverbund der Welt, den Beschäftigten gehörend und seit Jahrzehnten stabil.
Stand heute
Wirtschaftlich stabil: 11,322 Milliarden Euro Umsatz 2025, über 600 Millionen Euro aggregierter Gewinn, 71.415 Mitarbeitende und 1.346 neu geschaffene Stellen. Größter Arbeitgeber im Baskenland.
Die Ampel steht offen, weil der Fall in eine andere Kategorie gehört als die übrigen.
Zahlen
- Umsatz11,322 Mrd. € (plus 1 %)2025
- Mitarbeitende71.415, dazu 1.346 neue Stellen2025
- Genossenschaften812026
Die Grenze des Falls
Es geht um Eigentum, nicht um Selbstorganisation der Arbeit. Die Feldforschung sagt sogar das Gegenteil: geringe Beteiligung an Entscheidungen im Arbeitsalltag, wenig interne Debatte, die Beschäftigten schätzen vor allem die Arbeitsplatzsicherheit. Die Insolvenz von Fagor 2013 zeigt zudem, dass gemeinsames Eigentum keinen Geschäftsmodellfehler heilt, und dass die Solidarität an der Mitgliedsgrenze endet: Für angestellte Nicht-Mitglieder in den ausländischen Töchtern greifen die Schutzmechanismen nicht. Bemerkenswert ist die andere Hälfte der Geschichte: rund 95 Prozent der betroffenen Mitglieder wurden in anderen Genossenschaften untergebracht.
So nennen wir ihn
Nicht von 260 Genossenschaften sprechen, es sind 81, der Rest sind Töchter und Werke (geprüft 16.09.2026). Als Eigentums- und Auffang-Fall stark, als Beleg für Selbstorganisation nicht verwenden.
Belege
- Co-operative News, 12.06.2026: Umsatz 11,322 Mrd. €, 71.415 Mitarbeitende, Gewinn über 600 Mio. €abgerufen 16.09.2026
- Mondragón, Über uns: 81 Genossenschaften, Governance nach dem Grundsatz eine Person, eine Stimmeabgerufen 16.09.2026
- Kasmir: The Myth of Mondragon, SUNY Press, die Feldforschung zur Beteiligung im Arbeitsalltagabgerufen 16.09.2026
- Errasti et al., Annals of Public and Cooperative Economics 2016: die Fagor-Insolvenz und ihre Ursachenabgerufen 16.09.2026
- Santos-Larrazabal und Arando, Annals of Public and Cooperative Economics 2022: Fagor als Stresstest der Schutzmechanismenabgerufen 16.09.2026