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FAVI

Frankreich, Die Mini-Fabriken von Hallencourt

Stand 16.09.2026

Worum es geht

Die Fabrik ist in mini-usines von je 10 bis 40 Personen aufgeteilt, jeweils einem Kunden zugeordnet. Sie kooptieren ihren leader selbst und arbeiten ohne Stechuhr, Vorgabezeiten und Zwischenhierarchie.

Stand heute

Die Firma lebt, aber der Fall ruht fast vollständig auf den Schilderungen ihres Gründerdirektors, und der ist 2025 gestorben.

FAVI besteht weiter am Standort Hallencourt und wies 2023 einen Umsatz von 54,77 Mio. Euro bei 2,77 Mio. Euro Jahresüberschuss aus.

Noch offen: Aktueller Zustand der mini-usines, Ansprechpartner für eine Nachfrage vor Ort.

Zahlen

  • BrancheDruckguss und Zerspanung, Automobilzulieferung
  • Größerund 300 Mitarbeitende
  • Seit1983, Umbau unter Jean-Francois Zobrist

Die Grenze des Falls

Der Umsatz liegt rund ein Viertel unter den 73 Mio. Euro von 2013. Die heutige Unternehmenswebsite erwähnt weder mini-usines noch entreprise liberee, nur allgemein autonome Teams. Ob das Modell noch in der beschriebenen Form läuft, ist nicht belegt. Gilbert, Teglborg und Raulet-Croset kommen zu dem Schluss, die entreprise liberee sei keine radikale Innovation, sondern eine Neuauflage des partizipativen Managements der 1970er Jahre, mit derselben instrumentellen Kopplung von Beteiligung an Leistung. Zobrist führte bis 2009 und ist am 10.03.2025 gestorben. Die gesamte Erzählung stammt von ihm selbst.

So nennen wir ihn

Als historisches Muster, wie man eine Fabrik in marktgekoppelte Zellen schneidet. Immer mit dem Zusatz, dass der aktuelle Stand offen ist. Nicht sagen: Nicht im Präsens erzählen und keine Zahlen aus den 1990ern als heutigen Beleg verkaufen.

Belege