Worum es geht
Keine Chefs und keine formalen Hierarchieebenen, Grundsatzentscheidungen nach Konsensprinzip, Gehälter von einem gewählten dreiköpfigen Gehaltsrat mit Spreizung bis 1:3, intern einsehbar, dazu 32-Stunden-Woche und unbegrenzter Urlaub.
Stand heute
Der ehrlichste Fall der Liste: Die Gründer sagen selbst, dass zu viel Partizipation zu Stillstand geführt hat, und haben nachgesteuert.
Gehaltsrat, maximale Spreizung 1:3, Verantwortungseigentum seit 2019, alle Gewinne bleiben im Unternehmen oder fließen in den Zweck.
Noch offen: Umsatzentwicklung, wie das Employee Board heute entscheidet.
Zahlen
- BrancheKonsumgüter
- Größerund 27 Mitarbeitende
- Seit2019 in Verantwortungseigentum
Die Grenze des Falls
Die WirtschaftsWoche berichtete im Dezember 2024, die New-Work-Regeln bremsten das Wachstum. Mitgründer Philip Siefer räumt selbst ein, zu viel Partizipation habe zu Stillstand geführt. Eingeführt wurden danach unter anderem ein internes Employee Board und ein bewussteres Führungsverständnis. Rund 27 Menschen in einer Nische, und fast alle positiven Darstellungen stammen von den Gründern, die damit Bücher und Vorträge vermarkten.
So nennen wir ihn
Als Warnung vor der Verwechslung von Selbstorganisation mit Allbeteiligung. Entscheidung gehört dorthin, wo das Können sitzt, nicht in jede Runde. Nicht sagen: Nicht mehr als Vorzeigefall für radikale Mitbestimmung zitieren, ohne die Korrektur der Gründer mitzuerzählen.
Belege
- In good company Report, Company Report einhornabgerufen 16.09.2026
- WirtschaftsWocheabgerufen 16.09.2026
- Podcast GOOD WORK, Folge 280abgerufen 16.09.2026