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Buurtzorg

Niederlande, ambulante Pflege

Stand 16.09.2026

Worum es geht

Pflegeteams organisieren sich selbst, ohne Einsatzplanung von oben. Jahrelang unser größter Fall.

Stand heute

Das Arbeitsmodell selbst ist intakt. Wirtschaftlich steht es schlecht: rund acht bis neun Millionen Euro Verlust in der Langzeitpflege im Jahr 2025, seit Februar 2026 nehmen die Standorte Leiden und Salland keine neuen Patienten mehr auf.

Die Führung ist an den Sohn des Gründers, Joost, übergegangen. Der deutsche Ableger ist 2022 insolvent gegangen.

Zahlen

  • Verlust in der Langzeitpflegerund 8 bis 9 Mio. €2025
  • Aufnahmestopp Leiden und Sallandseit Februar 2026

Die Grenze des Falls

Der Fall zeigt inzwischen vor allem eines: eine gute innere Struktur schlägt kein feindliches Vergütungssystem von außen. Genau so gehört er erzählt. Dazu kommt die schmale Evidenz: Der Stundenvorteil ist belegt, die Gesamtkosten inklusive Klinik und Heim lagen nur im Durchschnitt, und außerhalb der Niederlande ist die Kosteneffektivität nie belegt worden. Es gibt außerdem keine Ergebnisrechnung je Team, genau deshalb konnte die defizitäre Langzeitpflege jahrelang still mitlaufen.

So nennen wir ihn

Nicht mehr als Erfolgsgeschichte, sondern als Lehrstück. Wer Buurtzorg ohne die Zahlen von 2025 und 2026 nennt, steht beim ersten Nachfragen ohne Antwort da. Nie die Null-Manager-Rhetorik ohne Coaches, IT und Backoffice erzählen, das ist das Zentrum, und es existiert sehr wohl. Die alten Zahlen aus Laloux' Buch nicht zitieren, sie widersprechen sich dort selbst.

Belege